Labaule und erben kritik. Binge 2019-12-14

Labaule & Erben bei ARD: Harald Schmidt erfindet eine Satire

Labaule und erben kritik

Die Satire ist hier kein gewitzter Ausfluss einer konkreten, sinnigen, intellektuellen Haltung, sondern bleibt in einer selbstzweckhaften Meta-Bespaßung stecken. Es ist wesentlich luxuriöser hier. Denn das bringt unter anderem auch Vielfalt in die Dialoge. Wolfram Labaule nimmt also seinen ganzen Mut zusammen, knöpft das britische Baby-Alpaca-Sakko zu und prescht nach vorne. Dann weiß ich wenigstens, warum ich lache.

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& Sein und Schein der Medienwelt

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Irgendwann gegen Ende der vierten Folge setzt schließlich so etwas wie Gewöhnung ein, wobei man nicht gleich weiß, ob man das Ganze nun trotz all seiner SchwĂ€chen doch noch liebgewonnen hat oder ob es sich schlicht um Geschmacksabstumpfung angesichts des stĂ€ndigen Übermaßes handelt. Seine PromotionsplĂ€ne zu einem hochintellektuellen literarischen Thema hat er mangels akademischer Strebsamkeit schon lange ad acta gelegt und begnĂŒgt sich damit, in zwei Dutzend Literatur- und Kunstjurys zu sitzen. Was aber das Wesen des Helden angeht, so erkennt man als Zuschauer schnell: Dieser Mann ist kein Aufschneider, sondern eher einer, der sich anfangs zögerlich aus der Komfortzone herausbegibt und der sich und seinen Liebsten etwas beweisen will. Gerade die Ablösung des bedeutungsschweren, aber auch selbstverliebten Traditions-Journalismus durch junge Blogger, Influencer und sinnbefreite Diskussionsschleifen in sozialen Medien sind nĂ€mlich das Umfeld, in denen sich der altmodische Wolfram nun zu bewegen hat. Wer die Serie nicht — mit Option aufs Binge Watching — ab 27. Es wimmelt von Pointen und seherischen Momenten.

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Labaule & Erben: Brillante Stars in Satire

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Ich erinnere mich noch an das GerĂŒcht um Brad Pitt und Morgan Freeman als Hauptrolle Film Sieben. Der Umstand, dass mit Harald Schmidt ein Kenner der deutschen Publizistik und ein besonderes satirisches Talent zugleich Ideengeber des Formats ist, lĂ€sst einen dieser Serie ebenfalls mit einem gehörigen Vertrauensvorschuss begegnen. Weitere Informationen finde ich in der. Das ist derart gewollt, dass es schmerzt. Nichts Besonderes, immerhin ist das der Lauf der Dinge. Die erste Staffel von True Detective ist ein Meisterwerk. In der Folge wird dann ein Intrigenstadl veranstaltet, der Shakespeare-artige Ausmaße annimmt.

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„Labaule & Erben“: Ein schrecklicher Verdacht

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Alle sechs Folgen von «Labaule und Erben» stehen in der Mediathek des SĂŒdwestrundfunks zum Abruf bereit. Doch hinter den Kulissen des Feuilletons herrschen Intrigen, Sex und Inkompetenz. Ein Widerruf muss her, doch als ausgerechnet dieses StĂŒck einen renommierten Journalistenpreis bekommen soll, eiert sich Labaule aus der AffĂ€re, was ihm seine Redaktion schwer ĂŒbelnimmt. SchrĂ€ge Charaktere Ausgearbeitet haben die Idee zu der zunĂ€chst sechsteiligen Miniserie dann aber andere. Man findet dann auch, dass Uwe Ochsenknecht nicht schlecht spielt, dass ihm die Vorlage aber schlichtweg zu wenig Raum gelassen hat. Wenn Schmidts Schöpfung auch nur die HĂ€lfte des Witzes seiner Focus-Kolumnen hĂ€tte, wĂ€re sie schon zehnmal spaßiger und klĂŒger als das altbackene «Labaule und Erben» — und kein Vergleich zum Großteil des deutschsprachigen Serien-Outputs.

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Labaule & Erben: Harald Schmidt nimmt Medienbranche aufs Korn

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» — kann «Labaule und Erben» nicht gerecht werden. Leider sind sie nicht in Syrien, sondern offenbar im Urlaub in Tunis entstanden. Und das ist ein Problem. Es ist ein Fehler aufgetreten. Die bleiben zumeist gut getroffene Miniaturen Bernd Stegemann als berlinernder Theaterregisseursack und entwickeln kein Eigenleben ĂŒber die mehr als vier Stunden, die man mit ihnen verbringt.

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Labaule & Erben

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Es wĂ€re immerhin das erste Mal in 55 Lebensjahren. Da gibt es Figuren, die immer haarscharf an der Grenze zwischen realistisch-tragikomisch und klamottenhafter Überzeichnung wandeln. Vom Zeitungmachen versteht er ebenso wenig wie vom GeschĂ€ft. Dabei hat er mit einigen WiderstĂ€nden, auch aus seiner Familie, zu kĂ€mpfen. Als der Patriarch des Clans samt Ă€ltestem Sohn zu Tode kommt, rĂŒckt sein zweitgeborener Sohn Wolfram unerwartet in der Erbreihenfolge auf und wird plötzlich zum Erben eines ĂŒber Generationen aufgebauten Zeitungsimperiums.

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Labaule und Erben: Harald Schmidt hatte die Idee zur neuen SWR

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Ein GesprĂ€ch ĂŒber NiedergĂ€nge aller Art, Comedy und seine Verbundenheit mit dem Feuilleton. Komm, wir gucken einfach mal rein! Gleich in der ersten Folge betritt ein preisgekrönter Kriegsreporter das Zeitungshaus. In der ebenfalls sehr dichten Schlussfolge scheint sich der Held wieder zu sehnen nach seiner Luftmatratze im Pool, eine mehrfach zitierte Metapher fĂŒr Labaules MentalitĂ€t, und er rechnet ab mit dieser kaputten Welt. So wird aus all den feinen Details, die sich die Autoren zusammengesucht haben, sehr bald eine klebrige Masse, die als unverdaubare Soße besser gleich in die Keramik entsorgt wĂŒrde. Es wĂ€re immerhin das erste Mal in 55 Lebensjahren.

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Labaule & Erben, Miniserie, 2017

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Oder er studiert Philosophie-Schriften auf der Luftmatratze seines Pools. Aber wenn es zu einer Fortsetzung der Serie komme, dann könne er sich eine Gastrolle durchaus vorstellen. Plötzlich Verleger Und sowieso kommt er langsam drauf, dass das Entscheiden und GeschĂ€ftsfĂŒhren ein Minenfeld ist. Sollte eine zweite Staffel gedreht werden, fĂŒr die er konkrete Ideen hat, kann er sich aber durchaus eine Gastrolle vorstellen. Es gibt nur ein Problem. Haben wir es bei Wolfram Labaule mit einem Idealisten zu tun, der sich vom Pragmatismus der GeschĂ€ftswelt anno 2018 zunehmend demoralisiert sieht? Meine Einwilligung kann ich widerrufen. Gernot Attila Georg Braun, li.

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& Sein und Schein der Medienwelt

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Ob sie dort jemals ausgestrahlt wird, ist derzeit noch viel ungewisser als die Zukunft des Verlagswesens. DafĂŒr fehlt es den Dialogen an Biss, den Charakteren an der richtigen Balance aus Nahbarkeit und Exzentrik, der Dramaturgie an individueller Gestaltungsfreude und den Machern an der unverkennbaren Handschrift: alles Dinge, die man von Harald Schmidt hĂ€tte erwarten können. Also mĂŒssen schĂ€rfere GeschĂŒtze aufgefahren werden. Ein sechsteiliges Boulevardbauerntheater, bei dem man sehr, sehr lange braucht, bis man drin ist, bis man sich nicht mehr aufregt ĂŒber die Art und Weise, wie hier reichlich vorhandenes Gedankengut verschleudert wird, wie aus so vielen guten Zutaten kein exzellentes MenĂŒ entsteht, sondern eine zĂ€he SĂŒĂŸsauersoße, angerĂŒhrt mit jeder Menge Glutamat, auf dass man schon nach dem ersten Löffel am liebsten eine Klinik fĂŒr betreutes Erbrechen aufsuchen möchte. Und sowieso kommt er langsam drauf, dass das Entscheiden und GeschĂ€ftsfĂŒhren ein weites Feld ist — ein Minenfeld. Bisher nutzte MittfĂŒnfziger Wolfram seine Zeit dafĂŒr, mit eher langsamer Auffassungsgabe und eklatantem rhetorischen Problem unwichtigen Preiskommissionen vorzusitzen. Schockiert realisiert sie, dass es den weltfremden Filius tatsĂ€chlich in den Chefsessel des Vaters drĂ€ngt.

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